Bedürfnisse

Das Leben erfüllt selten all unsere Bedürfnisse von allein. Mal abgesehen davon, dass wir auch nicht immer genau wissen, was wir brauchen und wollen. Viel eher ist es so, dass wir regelmäßig in Konflikt geraten: unser Bedürfnis nach Schlaf konkurriert gegen jenes nach Unterhaltung, unser Bedürfnis nach Rückzug kollidiert mit dem Wunsch unserer besseren Hälfte nach Nähe.

Gerade im Konflikt mit anderen Menschen passiert es aber allzu leicht, dass man eigene Bedürfnisse zurückstellt, weil die des Gegenübers vermeintlich wichtiger sind. Zum Beispiel möchte X als gute Freundin immer für die Nöte von Y da sein. Und wenn X nun aber Zeit für sich braucht, funkt das schlechte Gewissen dazwischen. Wie kann X denn einfach so das Leben genießen, geschweige denn ein guter Mensch sein, wenn sie Y nicht hilft!?

Tatsache aber ist, dass ALL UNSERE BEDÜRFNISSE ZÄHLEN!!! Es ist völlig egal, welche Gründe dahinterstecken. Es ist völlig egal, was dagegenspricht. Wenn ein Bedürfnis da ist, ist es da und hat allein deswegen schon eine Berechtigung. Was wir dann daraus machen, ist allerdings eine ganz andere Sache!

Es geht in erster Linie darum, die eigenen Bedürfnisse zu spüren und wichtig zu nehmen. Denn unsere Bedürfnisse zählen. Nicht nur die der Anderen. Die Schärfe eines Konflikts kann auch daher kommen, dass wir nur das Entweder-oder sehen. Wenn wir uns selbst genauso wichtig nehmen, kann stattdessen ein Sowohl-als-auch entstehen. Und dann ist Kreativität gefragt, um eine gleichberechtigte Lösung zu finden.

In diesem Sinne, du zählst und deine Bedürfnisse zählen auch ❤️🙏