Routinen

Ja, auch ich habe eine Morgenroutine. Ja, auch mir tut es gut, den Tag mit einem kleinen Ritual zu beginnen und nicht direkt in meine Aufgaben zu stolpern.

ABER:
Ich zum Beispiel habe, inspiriert durch #juliacameron, mit dem Schreiben von #morgenseiten angefangen. Dabei schreibt man per Hand drei Seiten frank und frei und ungefiltert, was einem durch den Kopf geht. Morgens. Bevor der Tag losgeht. Die Autorin und Kreativtrainerin schwört darauf, dass man dadurch den Kopf frei bekommt und so wunderbare Entwicklungen möglich sind.

Ich also tapfer wochenlang früher aufgestanden und geschrieben. Bis ich eines Tages wirklich, wirklich keine Zeit hatte und mir mit schlechtem Gewissen erlaubte, am Nachmittag zu schreiben.

Zwei Sachen habe ich festgestellt. Erstens: Das Schreiben bringt mir viel mehr, wenn ich es nach meinem Tag mache, also eher als Reflektion. Und zweitens: Warum zum Teufel habe ich ein schlechtes Gewissen, wenn ich eine Regel breche, die eine fremde Person eigentlich für sich selbst aufgestellt hat!?

ALSO:
Seither schreibe ich täglich, aber eben wenn es zeitlich für mich passt. Ich habe das Gute für mich mitgenommen und halte nicht an einer starren Regel fest. Und morgens starte ich mit einer kleinen Routine, die mich wirklich abholt.

Routinen sind super, wenn sie die unseren sind. Aber wenn wir an Regeln festhalten, weil wir hoffen, dadurch glücklich (*insert whatever) zu werden, tritt eher das Gegenteil ein.

Finde heraus, was stimmig ist für DICH!